Willkommen zur Nacht der Künste 2026 an der Mediadesign Hochschule Düsseldorf – einem Abend, an dem kreative Visionen sichtbar werden und junge Gestalterinnen ihre Zukunft formen. Die diesjährigen Bachelorabsolventinnen präsentieren Arbeiten, die nicht nur ästhetisch überzeugen, sondern gesellschaftliche Fragen aufgreifen, neue Perspektiven eröffnen und mutig in die Zukunft des Designs blicken.
Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie breit das Spektrum moderner Gestaltung ist:
von der verständlichen Vermittlung komplexer Themen wie Arbeitsrecht, über nachhaltige Markenentwicklung und immersive Raumkonzepte, bis hin zu digitalen Identitäten, Charakterdesign, Modeinszenierung, kultureller Kommunikation und experimentellen Narrativen. Jede Arbeit erzählt eine eigene Geschichte – geprägt von Neugier, kritischem Denken und dem Anspruch, Design als Werkzeug für Wandel und Inspiration zu nutzen.
Die MD.H Düsseldorf versteht sich als Ort, an dem Talente wachsen, Ideen reifen und interdisziplinäre Gestaltung selbstverständlich ist. Die gezeigten Projekte spiegeln genau das wider: Sie verbinden Theorie und Praxis, Handwerk und Innovation, Emotion und Funktion.
Wir laden Sie ein, einzutauchen in die Welt unserer Absolvent*innen – in ihre Gedanken, Prozesse und Visionen. Lassen Sie sich inspirieren, überraschen und begeistern von einer Generation, die Design nicht nur gestaltet, sondern neu denkt.
Unsere Absolventen
Meine Arbeit Mein Recht
"Wie kann informative Gestaltung Arbeitsrecht greifbarer machen"
Arbeitsrecht betrifft uns alle, doch die wenigsten wissen etwas mit diesem Begriff anzufangen.
Spätestens mit dem ersten Arbeitsvertrag in der Hand wird klar, dass Rechte und Pflichten im Berufsleben
eine entscheidende Rolle spielen. Dennoch zeigt sich immer wieder, dass viele Berufseinsteiger*
innen kaum Kenntnisse darüber haben, welche Rechte ihnen tatsächlich zustehen. Die
juristische Sprache des Arbeitsrechts, komplexe Gesetzestexte und ein Mangel an verständlichem
Informationsmaterial führen zu Unsicherheiten, die im schlimmsten Fall von Arbeitgeber*innen ausgenutzt
werden können.
Diese Problematik bildet den Ausgangspunkt meiner Bachelorarbeit. Ich möchte der Frage nachgehen,
wie informative Gestaltung dazu beitragen kann, Arbeitsrecht verständlicher, zugänglicher und
greifbarer zu machen. Der Mangel an Wissen über Arbeitnehmerrechte ist nicht nur ein individuelles,
sondern auch ein gesellschaftliches Problem. Wenn grundlegende Rechte nicht bekannt sind, kann
keine echte Chancengleichheit im Arbeitsleben entstehen. Gestaltung kann hier als Vermittlungsinstrument
dienen, sie besitzt die Fähigkeit, komplexe Inhalte zu strukturieren, zu vereinfachen und
visuell begreifbar zu machen.
lemarx@stud.mediadesign.de
LISO
"Entwicklung eines nachhaltigen Likörkonzepts“
Die Motivation für das schließlich geplante Projekt entwickelte sich ab dem vierten Semester schrittweise im Verlauf des Studiums. Erste Einblicke in die traditionsreiche und zugleich innovative Welt der Likörherstellung ergaben sich durch den Kontakt zu einer nahestehenden Person, die im Unternehmen Underberg tätig ist. Dieses Interesse vertiefte sich während eines Praktikums im Marketingbereich bei Diversa, bei dem unterschiedliche Vermarktungsstrategien sowie die gestalterischen und kommunikativen Faktoren einer erfolgreichen Markenpositionierung alkoholischer Getränke vermittelt wurden. Aufbauend auf diesen Erfahrungen wird im Rahmen der Abschlussarbeit nicht nur ein eigenständiges Likörkonzept, sondern eine umfassende Markenkampagne entwickelt, die ein durchdachtes Produktdesign, ein ergänzendes Rezeptbuch sowie verschiedene Gestaltungselemente umfasst und somit die Verbindung von Genuss, Ästhetik und Markenidentität weiterführt.
jagieser@stud.mediadesign.de
CTRL+ME
"Über Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und den Verlust
innerer Steuerung“
Die Bachelorarbeit CTRL+ME untersucht, wie permanente digitale Reize, Bilder, Benachrichtigungen
und Datenströme unsere Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Identität verändern.
Im Zentrum steht nicht mehr die allgemeine Frage nach digitaler Identität, sondern die
Erfahrung der Überforderung: Wie wirkt sich die ständige Reizflut auf das Selbstbild aus,
und wie lässt sich durch Gestaltung ein Bewusstsein für diese Überlastung schaffen?
pakaragkouni@stud.mediadesign.de
„Typisch unterwegs“
"Wie kann crossmediales Design eingesetzt werden, um unterschiedliche
Persönlichkeitstypen im Kontext von Reisen individuell anzusprechen?"
Reisen umfasst weit mehr als nur das Erreichen eines geografischen Ziels. Es
spiegelt individuelle Werte, Emotionen und Lebensstile wider und wird so zu
einem Ausdruck der Persönlichkeit. In einer Welt, die immer mehr von
personalisierten Medienangeboten und maßgeschneiderter Kommunikation
geprägt ist, stellt sich die Frage, wie Design gezielt auf diese Vielfalt reagieren
kann. Trotz der Bemühungen von Marken und Plattformen, unterschiedlichen
Persönlichkeitstypen gerecht zu werden, fehlt es häufig an einem konsistenten,
visuellen Konzept, das diese Vielfalt crossmedial und emotional erlebbar macht.
leackermann@stud.mediadesign.de
Ästhetik des Verfalls
"Ein experimentelles Buchobjekt zur visuellen Sprache des Ruinösen"
Seit Jahren begeistert mich, wie sich in Verfall und Veränderung eine eigene, leise Ästhetik offenbart.
Meine Faszination gilt weniger dem Spektakel der Zerstörung als dem Moment danach –
dem Zustand der Dinge, wenn sie bereits von Zeit, Nutzung und Vergänglichkeit gezeichnet sind.
Es sind die Überreste, Spuren und Materialveränderungen, die mich anziehen. In Fragmenten
und dem Unperfekten entdecke ich mehr Ausdruckskraft als im Makellosen: Sie erzählen von
Erinnerung, Wandel und Transformation.
engoessling@stud.mediadesign.de
CTRL-Z
"Eine visuelle Identitätsentwicklung für eine fiktive Pop Punk Band"
In Zeiten der ständigen medialen Reizüberflutung und Markenüberpräsenz wird authentisches Auftreten zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor, vor allem in der Musikbranche. Subkulturen wie die der Pop Punk Szene leben von einem bewusst anti-kommerziellen, rohen und unpolierten Image, das jedoch zunehmend mit professionellen Designstrategien in Berührung kommt. Immer öfter wird bewiesen, dass Design und Ästhetik ein entscheidender Faktor in den Erfolgsgeschichten berühmter Bands spielen. Die durch Design geschaffene Identität lässt die Identifikation mit der Musik und der Band auf einer anderen Ebene zu und ist somit umso wichtiger für Bands, die eine authentische Bindung mit Fans aufbauen wollen.
evgordok@stud.mediadesign.de
VÆRA
"Die visuelle und räumlichen Inszenierung einer Modemarke"
Der stationäre Einzelhandel steht immer stärker im Wettbewerb mit dem Onlinehandel. Digitale Technologien, schnelle Lieferoptionen und personalisierte Angebote haben das Kaufverhalten stark verändert. Kleidung wird heute bequem von zu Hause aus bestellt, doch gleichzeitig bleibt bei vielen Konsumentinnen das Bedürfnis nach realen Erlebnissen, Inspiration und der physischen Begegnung mit Mode bestehen. In diesem Spannungsfeld zwischen digitaler Bequemlichkeit und emotionalem Erleben entsteht die Frage, wie sich Mode in Zukunft im realen Raum inszenieren lässt, um Kundinnen zu erreichen.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der visuellen und räumlichen Inszenierung einer Modemarke der Zukunft und untersucht, wie Architektur, Licht und Atmosphäre genutzt werden können, um Mode als ganzheitliches Erlebnis zu gestalten. Am Beispiel der eigens entwickelten Modemarke VÆRA soll erforscht werden, wie ein physischer Raum geschaffen werden kann, der die Identität einer Marke nicht nur präsentiert, sondern erlebbar macht.
ebsahtiyan@stud.mediadesign.de
Wenn das Werkzeug denkt
"Eine künstlerisch-wissenschaftliche Untersuchung von Ki-Nutzung im Alltag in Form eines Mangas"
Seit meiner Jugend interessiere ich mich für die Welt rund um japanischen Manga und Anime. Mich fasziniert die emotionale und bildhafte Narration, die oft sehr viel tiefer in menschliche Gefühle vordringt als in vielen Standard-Serien und Büchern. Aufgrund dieser Inspiration zeichne ich schon lange Manga- und Anime gestützte Bilder. Der Prozess des Zeichnens erfüllt mich mit Freude, Ruhe und Inspiration. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend künstlicher Intelligenz für Vorlagen oder Inspiration bedient, da die Qualität stetig steigt. Da mich sowohl Manga als auch vermehrt die Fähigkeiten von KI interessieren, will ich die beiden Schwerpunkte für meine Bachelorarbeit kombinieren. Auch in meinem Berufsfeld ist KI mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Manga kann zudem komplexe Sachverhalte einfach darstellen und spricht eben die junge Zielgruppe an, die sich in Zukunft vermehrt mit KI auseinandersetzen muss und wird.
lagroh@stud.mediadesign.de
Form, Funktion und Fangemeind
"Visuelle Codierung von Identität und Rolle im MOBA-Character Design"
Moderne Multiplayer Online Battle Arena (MOBA)-Spiele wie League of Legends, Dota 2 oder Smite verfügen über eine große Bandbreite an spielbaren Figuren, deren visuelle Gestaltung maßgeblich zur Wahrnehmung ihrer Identität, Rolle und Funktion beiträgt. Charakterdesign dient hier nicht nur der Ästhetik, sondern kommuniziert narrative, spielmechanische und kulturelle Bedeutungen.
Wie werden Identität, Rolle und Funktion in MOBA-Charakteren visuell codiert und welche kulturell-ästhetischen Prinzipien prägen diese Designs?
Die Arbeit untersucht, wie gestalterische Entscheidungen (Form, Silhouette, Farbe, Symbolik, Kleidung, Accessoires) gezielt eingesetzt werden, um bestimmte Rollenbilder, Archetypen oder kulturelle Referenzen zu vermitteln. Ziel ist es, ein gestaltungswissenschaftliches Verständnis von visuellem Charakterdesign im
MOBA-Kontext zu entwickeln und dieses Wissen in einem eigenen Entwurf praktisch umzusetzen.
mijarczewski@stud.mediadesign.de
MADE IN GERMANY
"Wie kann eine designorientierte Kommunikationskampagne das internationale Image Deutschlands neu gestalten?"
Deutschland wurde lange mit Effizienz, Ingenieurskunst und Modernität assoziiert. Gleichzeitig ist das Land eng mit seiner dunklen historischen Vergangenheit verbunden. Obwohl es wichtig ist, die Vergangenheit zu erinnern – um Wiederholungen zu vermeiden und den Opfern zu gedenken – hat sich Deutschland als Nation weiterentwickelt. Neue Gemeinschaften, Kulturen und Traditionen sind im Laufe der Jahre entstanden und verdienen es, hervorgehoben, gefeiert und anerkannt zu werden – nicht nur von den Deutschen selbst, sondern von der ganzen Welt.
iswohlert@stud.mediadesign.de
Speed, Style, Déco
"Entwicklung eines modernen Corporate Design sowie moderner Werbemittel
für die Automobil-Event-Branche, welches gestalterische Aspekte des Art Déco
mit modernem Design verbindet"
In meiner Bachelorarbeit wird der Art Deco-Stil sowie das Branding der 1920er-1935er Jahre untersucht. Ziel ist es herauszufinden, inwiefern der Art Déco-Stil in eine moderne Designsprache übertragen werden kann. Als Anwendungsbeispiel dient ein fiktives Automobilrennen aus dem Jahre 1925, welches im Jahr 2026 als Klassiker neu aufgelegt werden soll.
lujenster@stud.mediadesign.de
Aura Dining
"Eine emotionale Web-App für Gastronomie"
Im Rahmen meiner Bachelorarbeit möchte ich ein praxisorientiertes und gestalterischdurchdachtes Konzept entwickeln, das modernes Design, emotionale Raumgestaltung und digitale Interaktion miteinander verbindet.
Das Ziel ist, ein neuartiges Gastronomiekonzept zu entwerfen, das auf die individuellen Stimmungen und Bedürfnisse der Gäste eingeht und dadurch ein einzigartiges Restauranterlebnis schafft. Dabei steht nicht die Technik im Vordergrund, sondern das Erlebnis,in verschiedenen Themenräumen zu speisen, die Atmosphäre, Licht und Klang gezielt zur emotionalen Wirkung einsetzen.